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Pressemitteilung vom 01. Februar 2012

Misstrauensvotum gegen Hubert Aiwanger

 

Junge Union reagiert auf Rücktritt des Vorstands der FW Nachwuchsorganisation

 

„Unvorstellbar“, war die erste Reaktion von Bezirksvorsitzenden der Jungen Union (JU) Niederbayern, Florian Oßner, nach dem geschlossenen Rücktritt des Landesvorstands der Jungen Freien Wähler aufgrund der Unzufriedenheit mit der Parteiführung der Freien Wähler in der letzten Woche.

 

Diesen Unmut über den eingeschlagenen Kurs des Rottenburger Landtagsabgeordneten Hubert Aiwanger aus dem Stimmkreis Landshut gab es schon länger. Jetzt kam prompt die Reaktion. Der gesamte Landesvorstand der Jungen Freien Wähler in Bayern hat seinen Rücktritt erklärt.

 

„Noch deutlicher kann man seine Ideale nicht verkaufen“, fasste JUBezirksvorsitzender Florian Oßner die Stimmung in der letzten Bezirksausschusssitzung am Sonntag in Moos zusammen. „Einst sind die Freien Wähler angetreten, um ihre oft zur Schau gestellte angebliche Unabhängigkeit zu propagieren. Heute scheint es, als ginge es ihnen nur noch darum, wie man eine eigene Regierung in Bayern stellen könnte – und das mit den Linken aus der SPD und den Grünen. Bayerns Zukunftsfähigkeit spielt in diesem Machtstreben angeblich keine Rolle mehr“, so Oßner weiter.

 

„Der gewählte Weg zur Umstrukturierung zu einer Partei, auf den sich die Freien Wähler nun aufmachen, stellt für den Großteil des derzeitigen Landesvorstandes der Jungen Freien Wähler keine Grundlage für eine weitere gemeinsame Zukunft mehr dar“, heißt es in einem Schreiben des Vorsitzenden Josef Graubmann. Die Art und Weise, wie Landeschef Hubert Aiwanger seine Ziele verfolgt, sei für viele nicht mehr nachvollziehbar, verlautet es zudem aus Reihen der Freien Wähler.

 

Den Jungen Freien Wählern zollte JU-Bezirksvorsitzender Florian Oßner dabei jedoch großen Respekt für diesen mutigen Schritt. „Dies gleicht einem Misstrauensvotum gegen Hubert Aiwanger und gegen die eigene Mutterpartei der Freien Wähler“, bilanzierte Oßner. Aus Sicht der CSU und der Jungen Union sei dies ein unvorstellbarer Vorgang: In der Sache werde zwar intensiv diskutiert und man sei auch nicht immer einer Meinung – schlussendlich finde man aber allezeit Kompromisse und ziehe wieder im Sinne der Generationengerechtigkeit an einem Strang.

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 13.05.2012