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Presseartikel vom 03. Juni 2010

JU: „Überzogene Auflagen bei Vereinsveranstaltungen“

 

Arbeitskreis der Jungen Union informierte sich über den Alkoholkonsum von Jugendlichen

 

 

Arbeitskreisleiter Karl-Josef Wenninger und Kreisvorsitzender Florian Oßner (2. von rechts) diskutieren mit Stefan Rieder, Ludwig Spanner und Andreas Neßlauer (von rechts) über die Jugendarbeit in Vereinen.

 

"Es gibt keine stichhaltigen Daten, die belegen, dass bei Festveranstaltungen mehr Alkohol getrunken wird als bei sonstigen Gaststätten- oder Diskobesuchen." Zu diesem Ergebnis kommen die Vertreter des Arbeitskreises für Jugend und Vereine der Jungen Union (JU) im Landkreis Landshut nach einer Stellungnahme des Kreisjugendamtes Landshut.

 

Diese Stellungnahme bezieht sich auf detaillierte Fragen der JU-Vertreter über das Rauschtrinken von Jugendlichen in der Region Landshut. Hintergrund dieser Anfrage waren Medienberichte in letzter Zeit über das sogenannte „Komasaufen“ von jungen Menschen. Aufgrund dieses "übermäßigen Alkoholkonsums“ von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben die Landkreis-Bürgermeister eine Vereinbarung gegen den Alkoholmissbrauch bei Festveranstaltungen verabschiedet. Darin empfehlen sie, strenge Auflagen bei Festveranstaltungen zu erteilen - wie zum Beispiel den Barbereich explizit abzutrennen.

 

Man habe jedoch kaum Daten über rauschtrinkende Jugendliche in der Region Landshut. Nach Auskunft des Kreisjugendamtes liegen für die Jahre 2008 und 2009 nur Zahlen des Kinderkrankenhauses Landshut für Kinder unter 14 Jahren vor, die stationär wegen einer Alkoholvergiftung aufgenommen worden sind. Das Klinikum Landshut führe seit Mitte des Jahres 2008 keine Statistiken mehr. Auch in den anderen Krankenhäusern der Region Landshut liegen keine genauen Zahlen darüber vor.

 

Nach Auffassung der JU-Vertreter könne man daher nicht unmittelbar den Vereinen die Schuld dafür geben, dass einzelne Jugendliche durch übermäßigen Alkoholkonsum auffallen. Vielmehr müsse die Vereinsarbeit von der Politik gewürdigt werden. „Die Vereine sind das Rückgrat jeder örtlichen Gemeinschaft“, so Arbeitskreisleiter Karl-Josef Wenninger. Jeder Verein stärke das Gemeinschaftsgefühl und die meisten Vereine leisten eine hervorragende Jugendarbeit, so die einhellige Meinung der Arbeitskreis-Mitglieder.

 

Zu der Vereinsarbeit gehöre nach Meinung des JU Arbeitskreises auch die Geselligkeit. „Wenn Vereine Feste veranstalten, welche die dörfliche Gemeinschaft stärken, dann dürfen keine unüberwindbaren bürokratischen Auflagen gestellt werden“, so Wenninger. Nach Meinung der JU-Vertreter sind Auflagen bei Vereinsfesten zwar unumgänglich. Hier müsse man jedoch mit Augenmaß vorgehen. Wenn einzelne Gemeinden bei Festen von traditionellen Vereinen Genehmigungsbescheide von mehr als zehn Seiten erlassen, in denen unzählige Auflagen enthalten sind, schieße dies nach Meinung der JU-Vertreter über das Ziel hinaus, schrecke Jugendliche von der Mitarbeit ab und gehe an der Problemlösung komplett vorbei.

 

„Wenn sich Bürger im Verein ehrenamtlich engagieren, ist das keine Selbstverständlichkeit. Wir von der Jungen Union im Landkreis Landshut haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, die Vereine und Jugendverbände nach allen Kräften zu unterstützen“, so abschließend JU-Kreisvorsitzender Florian Oßner.

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 01.02.2012