Die JU Rottal-Inn

Mitglieder

Presse

 

 

 
 

Presseartikel

Pressemitteilungen

Medienkontakt

                          

Presseartikel vom 14. August 2008

Quellenstudium ist wichtig - Stadtarchivarin Dr. Dorit Krenn: „Ein Archiv ist zuallererst Servicezentrum“

 

 

v.l.: RCDS-Landesvorsitzender Paul Linsmeier, Stadtarchivarin Dr. Dorit Krenn,JU-Arbeitskreisleiter Kurt Höller, Bildungsausschussvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Waschler, stelv. niederbayer. Hochschularbeitskreisvorsitzender Christian Hirtreiter, Stadträtin Hannelore Christ, Paneuropaunionsvorsitzende Christine Sporrer-Dorner.

 

Straubing. Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Archive – Hort bayerischer Bildung“ (14.8.08, Stadtarchiv Straubing) betonte Stadtarchivarin Dr. Dorit Krenn, dass sich die Bildungsarbeit in den letzten Jahren als eine der Hauptaufgaben in einem Archiv herausgebildet hat. Archivpädagogische Arbeit ist mehr als Sorge und Pflege von Bild und sonstigen Dokumenten, so die Straubinger Archivleiterin Dr. Krenn.

 

Eingangs stellte die Straubinger Stadtarchivarin Dr. Dorit Krenn klar heraus, dass ein modernes Archiv sich als Servicezentrum ähnlich einem städtischen Hallenbad versteht. Gerade die archivpädagogische Arbeit mit Schulen hat sich in den vergangenen 18 Jahren ihrer Leitungstätigkeit neu definiert. Die Zusammenarbeit mit Schulen und die Konzeption von Ausstellungen beispielsweise im Rahmen des 200. Geburtstags des berühmten Straubingers Matthias von Flurl sei zwar sehr aufwendig und arbeitsintensiv, aber Archivarbeit sei eben schon lange nicht mehr verstaubt und trocken. Offene Bildungsarbeit und gerade der Zugang der jungen Generation zu historischen Quellen stelle den Bezug zur eigenen Vergangenheit intensiv her. Die Stadtarchivarin bekräftigte, dass eine fundierte Arbeit über die Region und die Geschichtsarbeit im Bereich der originalen Quellen der richtige heimatgeschichtliche Ansatz zum Verständnis des großen politischen Geschehens sei. Dr. Krenn merkte an, dass die allerwenigsten Straubinger wüssten, dass Straubing dreimal österreichisch war und gerade die Stadtgeschichte viel spannendes zu bieten habe. Im Stadtarchiv seien wertvolle Pergamenturkunden - die älteste Urkunde aus dem Jahr 1321 - und auch aktuelle Dokumente teilweise auch die Archivbestände einiger Vereine zur Einsicht vorhanden. Zum Abschluss ihres Referats legte die Stadtarchivarin dar, dass gerade unzureichende Lateinkenntnisse und die mangelnde Studie der Originaldokumente dazu führe, dass immer mehr nur von Literaturquellen abgeschrieben werde. „Geschichtsarbeit aber lebe von der Arbeit an den Originalen“, so Krenn.

 

Der Vorsitzende des Landtagsbildungsausschusses Prof. Dr. Gerhard Waschler bekräftigte, dass das Straubinger Stadtarchiv eines der schönsten Archive Bayerns sei, die er als gelebte Horte der bayerischen Bildung und Bildungsarbeit betrachte. Mit Leben erfüllte Bildungsarbeit sei in der uralten Kulturlandschaft Niederbayerns enorm wichtig. Bayern ist sich als Bildungsland Nr. 1 seiner Verantwortung bewusst. Waschler betonte, dass der Anteil Niederbayerns an den Förderzuwendungen des Kulturfonds in den vergangenen Jahren auf fast 20% gesteigert werden konnte. Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die 25 Führungskräfte des Arbeitskreis Bildung und Hochschule der Jungen Union Bayern an dem durch Mittel des Kulturfonds restaurierten ehemaligen großen Magistratstisches. Die aus ganz Bayern angereisten Verantwortlichen unter Leitung des Erlanger Vorsitzenden Kurt Höller freuten sich, dass die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem niederbayerischen Hochschularbeitskreis bereits das zweite mal in Straubing durchgeführt wurde. Als weitest angereister konnte der Vertreter der JU (Jungen Union) Deutschland Karsten Kolbeck aus Schneppenbach (Lkrs. Aschaffenburg) begrüßt werden. Der Vorsitzende des bayerischen Rings der Christlich Demokratischen Studierenden (RCDS) Paul Linsmeier betonte den Wert dezentraler Bildungsarbeit.

 
 

Verband | Kontakt | Spenden | Impressum

© MMIX - MMX Junge Union Niederbayern

Letzte Aktualisierung dieser Seite 01.02.2012