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Presseartikel vom 11. August 2007

Gemeinsames Ziel: Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften - Bundesumweltkommission der JU thematisiert NAWAROS

 

 

Foto: Kommissionsvorsitzender Marcel Grathwohl (5.v. re), Organisator des JU-Tagungswochenendes Christian Hirtreiter (2.v.r.), FU-Vorsitzende Brigitte Rach (1.v.re.), JU-Kreisvorsitzender Herbert Lichtinger (3.v. li.) zusammen mit dem Marketingleiter des Pelletwerks Compac Tec Alexander Schulze (4.v.li.)

 

Den Mitgliedern der Bundeskommission „Umwelt“ der Jungen Union wurden am Samstag, 11. August beim Vor-Ort-Termin im Pelletwerk Compac Tec die Chancen des nachwachsenden Rohstoffs (=NAWARO) Holz deutlich vor Augen geführt. Gemeinsames Ziel muss es sein, nachhaltig und verantwortungsbewusst zu wirtschaften, denn in Zeiten knapper werdender Ressourcen ist der Einsatz regenerativer Energien wichtiger als je zuvor, so der Grundtenor der aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Jungpolitiker.

 

Wärme und Geborgenheit gelten als Grundbedürfnisse der Menschheit. Doch herkömmliche, fossile Brennstoffe bringen Risiken mit sich, die bei der Gewinnung, dem Transport und der Nutzung dieser Brennstoffe entstehen. Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas wird CO2 freigesetzt, das seit Jahrmillionen darin gebunden war. Dieses Gas ist für den Treibhauseffekt bzw. für die Klimaveränderung verantwortlich. Erschreckende Konsequenzen für unsere Ökosysteme sind schon jetzt deutlich spürbar, so Marketingleiter Alexander Schulze bei seinem Einführungsstatement.

 

Holzpellets werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8 mm und einer Länge von 5 - 45 mm hergestellt. Ohne chemische Bindemittel unter hohem Druck gepresst haben sie einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg, damit entspricht der Energiegehalt eines Kilogramm Pellets ungefähr eines halben Liter Heizöls.

 

Die Qualitätsanforderungen für die genormten Pellets sind in Deutschland in der DIN 51731 festgelegt. Seit Frühjahr 2002 ist zusätzlich ein neues Zertifikat, die "DIN plus", auf dem Markt, das darüber hinaus Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren stellt.

 

Gute Ware und eine langfristige Kundenbindung sind gerade hier wichtig um optimale Heizwerte und eine Anlagen schonende Verbrennung zu garantieren, so Schulze.

 

Nachwachsende Wärmequelle aus der Natur mit Zukunft

 

CO2-neutrales und regeneratives Holz und Biomasse als Energielieferanten stärken die Region, denn regionales Wirtschaften ist uns genauso ein wichtiges Anliegen wie unsere Umwelt, so Kommissionsvorsitzender Marcel Grathwohl bei der Diskussion.

Wir sehen uns ein Stück weit in der Verantwortung, auch unseren nachfolgenden Generationen eine Welt zu hinterlassen, die nicht nur von Klimaproblemen, knappen Ressourcen und einer ausgebeuteten Natur besteht. Auch als heimischer Rohstoff von großer Bedeutung. Sie stehen direkt in der Region zur Verfügung.

 

Bei der Verbrennung von Holz wird genau soviel CO2 freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums gespeichert hat. Zusätzlich verbrennt Holz praktisch schwefelfrei, die anfallende Asche kann als hochwertiger Dünger wieder verwendet werden.

 

Die Wald- oder Forstwirtschaft als Teil der Volkswirtschaft erbringt immaterieller Leistungen wie die Erhaltung der Wälder, insbesondere als Schutz- und Erholungsraum. Deutschland hat ca. 11,1 Mio. ha Wald (~30 % der Gesamtfläche). Davon werden 9 Mio. ha durch ca. 28.000 Forstbetriebe und 1,5 Mio. ha durch ca. 230.000 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaftet.

 

Holz hat ein riesiges Potenzial

 

Neben der wirtschaftspolitischen wird auch die umweltpolitische Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in den nächsten Jahren weiter steigen. Die nachhaltig bewirtschafteten Wälder sind eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle mit vielen ökologischen Vorteilen. Zum Beispiel tragen sie durch CO2-Bindung zum Klimaschutz bei. Mit der Initiative "Charta für Holz" setzt sich auch die Politik deshalb dafür ein, den Pro-Kopf-Verbrauch von Holzprodukten aus nachhaltiger Erzeugung von 2004 bis 2014 um 20 Prozent zu steigern. Öffentliche und private Bauherren sollen den Baustoff Holz verstärkt nutzen, zum Wohle von Klima, Lebensqualität, Innovation und Arbeitsplätzen.

 

Steigende Rohölpreise machen Öl- und Gasheizungen immer noch teurer: Im Waldland Deutschland ist Holz ein preiswerter und umweltfreundlicher Alternativbrennstoff mit Zukunft. Zudem ist Holz lokal verfügbar und damit krisensicher. Die deutsche Forstwirtschaft verfügt mit rund 3,4 Milliarden Kubikmetern über die größten Holzvorräte Europas. Diese sehr gute Ausgangslage ist das Ergebnis nachhaltiger Waldnutzung. Derzeit werden nur rund zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Menge an Holz in Anspruch genommen. Die deutsche Waldfläche ist seit 1960 um mehr als 500.000 Hektar angewachsen.

 

Die Bundeswaldinventur hat gezeigt, dass wir in Deutschland in einer Art Generationenvertrag Forstflächen bewirtschaften: Die Forstwirte ernten heute das Holz, das ihre Vorgänger vor 100 oder mehr Jahren gepflanzt haben. Rechtlich ist dieses Prinzip der Nachhaltigkeit im Bundeswaldgesetz und in den Waldgesetzen der einzelnen Bundesländer verankert – damit die deutsche Forst- und Holzwirtschaft auch künftig auf einer starken Basis steht.

 

Christian Hirtreiter, der Organisator des Tagungswochenendes, welches einmal jährlich stattfindet bekräftigte, dass gerade die regionalen Gegebenheiten und die Möglichkeiten zur Vernetzung - Wirtschaft mit Technologie - wichtig für eine nachhaltige Entwicklung sind.

 

Bei der Diskussion konnten Vertreter der Frauen Union und des Kreisverbandes der Jungen Union (JU) deutlich auf die Chancen im Bereich des Arbeitsmarktes eingehen. Die Kommissionsmitglieder darunter JU-Vertreter aus Hamburg und Schleswig-Holstein waren von der pragmatischen Vorgehensweise und den schnellen Genehmigungsverfahren begeistert.

 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 01.02.2012