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"Wegschauen gilt nicht mehr!"
JU Bezirksauschuss zum Thema Alkopops:
"Sondersteuer ist trotzdem falscher Weg"
Deggendorf. "Die Sondersteuer auf Alkopops ist der falsche Weg", so die
Junge Union Niederbayern auf ihrer Orts- und Kreisvorsitzendenkonferenz im
Hotel Georgenhof. Stattdessen müsste der bereits geltende Rahmen des
Jugendschutzgesetztes konsequenter angewandt werden, so die Abgeordneten
Andreas Scheuer und Bernd Sibler.
Nicht nur das Durchschnittsalter des ersten Vollrausches habe seit
Einführung der Alkopos deutlich abgenommen, der Alkoholkonsum bei
Minderjährigen habe sich durch die Erfindung der Mixgetränk, bei denen der
hohe Zuckergehalt den Geschmack des starken Alkoholanteils überdeckt, um ein
Vielfaches gesteigert, so der Bezirksvorsitzende der Jungen Union, Andreas
Scheuer, MdB bei der Orts- und Kreisvorsitzendenkonferenz des
CSU-Nachwuchses. Bildungsexperte und Heimatabgeordneter Bernd Sibler
bekräftigte dabei die von der Bundesregierung beschlossenen Sondersteuer auf
Alkopops als den falschen Weg. Das geltende Jugendschutzgesetz biete bereits
genügend Spielraum, der verhindern solle, dass Jugendliche die harten
Getränke überhaupt erwerben dürften. Dieses müsse nur konsequent umgesetzt
werden - sowohl an der Ladenkasse als auch bei den entsprechenden Partys vor
Ort: "Wegschauen gilt nicht mehr!" Die JU ziehe aus der Problematik ihre
Konsequenzen und werde auf ihren Veranstaltungen keine Alkopops anbieten, so
Sibler.
Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer betonte in seinem politischen Bericht,
dass die JU Niederbayern noch nie so gut aufgestellt gewesen sei wie jetzt.
Zum ersten Mal sei man in allen Parlamenten der Landes-, Bundes- und
Europaebene vertreten. Mit dem Einzug des JU-Landesvorsitzenden Manfred
Weber in das Europaparlament habe Europa "in Niederbayern ein Gesicht
bekommen." Scheuer sprach sich für eine deutlichere Diskussion europäischer
Themen an, um die Menschen verstärkt für die europäische Ebene zu
sensibilisieren und interessieren. Dabei wolle die Junge Union mit dem Draht
zur Jugend behilflich sein.
Als ersten "Erfolg auf europäischen Terrain" verbucht die JU Niederbayern
den Vorschlag der Europäischen Union, die ehemaligen Grenzregionen
Ostbayerns als "benachteiligte Gebiete" zu klassifizieren. Dadurch sei man
dem Ziel, auch nach 2007 eine entsprechende EU-Strukturförderung für die
Region des Bayerischen Waldes zu erhalten, einen großen Schritt näher
gekommen. Möglich gemacht sei dies nur durch die konsequente Vorarbeit der
Bayerischen Staatsregierung und der CSU-Europagruppe im Europäischen
Parlament worden. |