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Projekt Niederbayern 2020

 

Vorwort:

 

Niederbayern ist unbestritten die Aufsteigerregion unter den bayerischen Bezirken. Dies ist in erster Linie auf den sehr großen Fleiß und die positive Einstellung unserer Bevölkerung zurückzuführen. Gerade aber auch die zielgerichtete Politik der bayerischen Staatsregierung hat dazu geführt, dass der einst fast ausschließlich agrarisch geprägte Landstrich zu einem starken Wirtschaftsstandort aufgestiegen ist, sich dabei aber die regionale Identität bewahrt hat. Nichts bestätigt dies mehr als die hohe Exportquote niederbayerischer Waren in die Welt hinaus. Diese ist mit 50 Prozent die höchste der bayerischen Bezirke.

 

Dennoch:

 

Die Prognos-Studie aus dem Jahr 2004 hat die Junge Union Niederbayern alarmiert. In dieser Studie wurde deutlich, dass speziell die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau zu den Regionen in Deutschland gehören, die Bevölkerung verlieren werden. Dies gilt aber auch für andere Landkreise in Niederbayern, jedoch in weniger dramatischer Ausführung. Im Gegensatz dazu gehört laut der Studie die Region um Landshut zu denen, die weiter an Bevölkerung gewinnen werden. Mit diesen Sprüngen der Bevölkerung ist aber auch intensiv die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Frage nach den Zukunftsperspektiven der Menschen und der Region verbunden. Je weniger Menschen in einer Region leben, desto weniger Kaufkraft ist dort auch vorhanden.

 

Erste Auswirkungen dieser problematischen Entwicklung spürt man bereits: Im Winter 2004/05 stieg die durchschnittliche Arbeitslosenzahl im Landkreis Freyung Grafenau um sage und schreibe erschreckende 21 Prozent an. Wenn man hier auch die Sprünge in der Statistik herausnimmt, die durch Hartz IV bedingt sind, so muss man doch festhalten, dass sich ein negativer Trend festzusetzen scheint.

 

Dazu kommt, dass durch die Öffnung des Eisernen Vorhangs und die Aufnahme von zehn neuen Staaten - vorwiegend aus Mittel- und Osteuropa - die Europäisierung und Globalisierung weiter fortschreitet. Dies bietet Chancen und Risiken für die Region Niederbayern.

 

Bislang hat man in der breiten öffentlichen Diskussion eher die Problemlagen betont. Durch die Öffnung und die damit verbundene unumgängliche vermehrte internationale Zusammenarbeit ergeben sich aber viele Möglichkeiten, des Austausches, der Kooperation und der Zusammenarbeit. Es erschließen sich auch neue Märkte.

 

Durch eine verbesserte Nutzung europäischer Förderprogramme ergeben sich wertvolle Impulse für die Region Niederbayern. Im Zuge des Projektes „Niederbayern 2020“ hat die Junge Union die Zusammenarbeit im Bereich der Geothermie zwischen Simbach am Inn und Braunau besichtigt. Hier lebt man bereits vor, wie man grenzüberschreitend zusammenarbeiten kann und zugleich hohe europäische Förderungen für hochinnovative Projekte in die Region bekommen kann. Auch die Euregio Sumava macht vor, wie man durch Kooperation Gelder und Wirtschaftskraft gewinnen kann.

 

Leider stehen immer noch der „Semmelkrieg“ und die Verlagerung von Arbeitsplätzen im Bereich der optischen Industrie im Vordergrund der Diskussion. Diese Probleme müssen gelöst werden. Hier ist zuerst die EU mit einer angepassten Förderpolitik gefordert. Der ostbayerische Grenzraum muss weiterhin eine eigenständige EU-Förderung aus Ziel II- und Ziel III-Mitteln erhalten. Der Freistaat Bayern, der wegen des Subsidiaritätsprinzips künftig über die Verteilung aus dem EU-Ziel II-Fördertopf entscheiden wird, ist aufgefordert, Ostbayern künftig angemessen zu berücksichtigen. Die Bundesregierung ist ihrer Verantwortung in keiner Weise nachgekommen.

 

Im Projekt „Niederbayern 2020“ hat der Bezirksverband der Jungen Union Niederbayern Überlegungen, Thesen und Ziele formuliert, wie Niederbayern im Jahre 2020 aussehen könnte und welchen Weg man dafür einschlagen muss. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wir nicht.


Projekt Niederbayern 2020
 
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite 01.07.2010